Montag, 25. Juni 2007

Was bedeutet "Heimweh"?


Ich seh etwas, was du nicht siehst
Ich seh etwas, das du nicht siehst
Was du nicht siehst..

Die Freiheit
Zu fühlen was ich fühl

Zu fühlen was ich wirklich fühl
Die Freiheit
Zu leben was ich leb

Zu leben was ich leben will

Die Freiheit
Zu sagen was ich sag
Zu sagen was ich ehrlich mag

Die Freiheit zu lieben
Milu - Freiheit




Ich habs im Spiegel gesehen, mein Bild. Ich bin hier.


Eine große Party, sagen sie.
Das Ereignis des Jahres, sagen sie.

Lauter Verrückte auf einem Haufen, sagen sie.

Fans, lauter als die Hölle, sagen sie.

Aber das ist es nicht. Es ist mehr. Es ist mehr als Worte sagen können.
Mehr als Bilder zeigen können.

Inmitten einer Menge zu stehen, umringt von Wärme, von Lautstärke die gefällt, alles um sich herum vergessen zu können und nur noch zu fühlen.
Der Lärm, der durch Mark und Bein fährt, den Körper zum Beben bringt, die Ohren betäubt.
Die Wärme, die erdrückt, angenehm erdrückt, einem beinahe die Luft raubt.
Die Bewegung, die mitreißt. Die Chöre, die zum einstimmen bewegen.
Sich selbst nicht zu hören und doch so bewusst dort sein.


Ich bin kein musikalischer Mensch. Ich spiele kein einziges Instrument, ich kann weder Noten lesen noch in einem klassischen Stück sagen, welche Instrumente mitspielen. Unmusikalischere Menschen als mich gibt es selten, davon bin ich überzeugt. Selbst Taktgefühl blieb mir versagt.
Meine Stimme ist es nur wert, in lauten Chören erhoben zu werden, alles andere klänge schrecklich und für dritte unerträglich.

Und doch... doch es ist die Musik, die alles verbindet. Die den Geist auf Reisen schickt, die Wirklichkeit verblassen lässt, uns träumen lässt.
Ein Leben ohne Musik kann ich mir nicht vorstellen.

Du auch nicht, nebenbei, und das weißt du.


Im Vergleich zu solch lächerlichen Veranstaltungen wie Fasching oder Discotheken, Clubs, Urlaube, ist die Heiterkeit auf Festivals nicht aufgesetzt. Die Freude, die Freiheit, es fühlt sich alles so echt an. Nirgends kommt mir ein Lächeln so ehrlich vor, ein Lachen so aufrichtig.
Ich bin mir bewusst, dass sich Menschen nicht ändern, nur weil sie einen bestimmten Ort aufsuchen. Der Charakter bleibt derselbe und Idioten und Querschläger gibt es überall. Doch nirgends ist das so bedeutungslos wie in der Mitte einer ausgelassenen Feier.
In der Wärme, die dir die Brust zuschnürt, dich schwindeln lässt, dir Kopfschmerzen bereitet, der Lärm der sich durch deine Adern frisst um grelle Geräusche in deinen Ohren hervorzurufen, die blauen Flecken, die durch das Gedränge entstehen, aufgerissene Haut, Löcher in der Kleidung.


Ich habs im Spiegel gesehen. Mein Bild. Ich bin hier.

Wo die andere Hälfte meines Herzens, die Sehnsucht, ist, weiß nur der Wind.

2 Kommentare:

Unknown hat gesagt…

WACKEN?! :D

spiegeltanz hat gesagt…

Welcome Metalheads - Welcome home!