Sonntag, 19. Oktober 2008

Changes

...japp, japp. Kommen und gehen.
Neue URL, neuer Blog, neuer Anfang - nun gut, zumindest ansatzweise.

Meine Wenigkeit nun zu finden unter:

http://www.spiegeltanz.de/blog

...und wieder die Kategorie 'random' für Schmökernasen.
Ich weiß, meine Englischgrammatik ist furchtbar.

Wayne.

Sonntag, 14. September 2008

Haha!


Hrhr, ich dachte, den Rechtschreibfehler darf man der Welt nicht vorenthalten.

Gnihihihihi.

Was sich die Leute manchmal denken - Hauptsache Werbung! Ob's falsch ist, fällt PISA-Deutschland ja nicht mehr auf. Argh!

Dienstag, 17. Juni 2008

Kopfkino

Montag, 21. April 2008

Ein paar hundert Dinge am Tag...

...die man mindestens einmal im Leben getan haben sollte.


- Im tiefsten Schnee ein Wassereis lutschen (Waldmeister)
- Im Alter von 18+ sich ein Lager unter dem Schreibtisch bauen und dort schlafen
- Im eigenen Heim heimlich unter der Bettdecke lesen (Taschenlampe nicht vergessen!)
- Vor dem Spiegel lauthals singen, die Haarbürste als Mikro benutzen
- 'Alle meine Entchen' gurgeln nach dem Zähneputzen
- Versuchen eine Tomate zu essen, ohne zu kleckern
- Einen eigenen Kuchen erfinden
- Alle Milchshakesorten von McDonalds und Burger King verglichen haben
- Tetris durchspielen
- Einen Baum umarmen auf offener Straße
- Einem Fremden ein Kompliment machen
- Jemanden zum lachen bringen
- Über sich selbst lachen (wichtiger Punkt!)
- Smileys auf die Fußnägel malen
- Durch's Fernsehprogramm zappen und zu jedem Sender einen Kurzkommentar abgeben
- Eine Talkshow stummschalten und los mit Karaoke! (Partykracher: Talkshowkaraoke)
- Seinen Namen mit dem linken Fuß schreiben
- Einen Sonnenaufgang ansehen
- Einen Sonnenuntergang ansehen
- Kalt duschen mit Absicht und dabei laut um Hilfe rufen
- Sich selbst mit einem Glas Sekt feiern
- Den kitschigsten Liebesfilm den man findet ansehen, bis zum bitteren Ende
- Selbiges mit dem schrecklichsten Horrorfilm!
- Pfeifend durch die Fußgängerzone schlendern
- Eine Fremdsprache lernen, die lustiger nicht sein könnte (ich empfehle Japanisch)
- Eine Woche lang ein Bild malen (Bob Ross zeigt wie)
- Am Handtuchtag mit einem Handtuch herumlaufen (25. Mai ist Towel Day!)
- Die größte Kaugummiblase machen
- Seifenblasen verpusten und dann hinterherrennen und platzen lassen
- Eine Essensschlacht veranstalten (McDonalds freut sich :D )
- Einen Mittelaltermarkt besuchen in passender Gewandung
- Barfuß auf die Straße gehen
- Einmal durch einen Sommerregen rennen
- Einmal campen gehen
- Eine Nacht wachbleiben (LAN Parties eigenen sich gut für das)
- Eine neue Zahnpasta kaufen nach Verpackung
- danach eine neue kaufen nach Geschmack
- Die Lieblingsdeomarke wechseln
- Mit einer Kriegsbemalung aus Creme wild gröhlend durch die Wohnung hüpfen
- Mit einem über 75 Jährigen Menschen über das Leben unterhalten
- Mit einem über 75 Jährigen Menschen über den Tod unterhalten
- Ein Buch über die Lebensweise fremder Kulturen lesen
- Noch ein solches Buch über eine andere Kultur lesen
- Ein Zimmer in der Wohnung oder ein Eck im Zimmer im Stil dieser Kultur dekorieren
- Einmal über ein Maifeuer springen (30. April auf 1. Mai -> Beltaine)
- Ein Rittermahl mitmachen (suche Freiwillige!)
- Zu Hause ein Festessen veranstalten
- Zu Hause ein Festessen nach fremder Kultur veranstalten
- Danach den Pizzaservice rufen
- Unter'm Bett nach Monstern suchen
- Im Schrank auch nach Monstern suchen
- Im Wald nach Elfen suchen
- Auf einem alten Baumstumpf sitzen und die Augen schließen
- Im Gras sitzen und die Füße in einen Bach hängen lassen
- Einmal auf einem Pferd sitzen
- Einem Menschen helfen
- Verrückte Theorien erfinden und diese anderen als Tatsachen erklären
- Eine Kindergeschichte schreiben
- Einen langen Brief schreiben und abschicken
- In einen Zug setzen ohne zu wissen, wohin er fährt
- Eine wilde Achterbahn mit Loopings fahren
- In einem Club/Kneipe/Bar die gesamte Speise- und Getränkekarte durchprobieren
- Auf einen Hügel legen und die Wolken betrachten
- Auf diesem Hügel liegen bleiben und die Sterne betrachten
- Einmal etwas tun, ohne über die Konsequenzen nachzudenken
- Eine heiße Schokolade trinken und dabei die Füße auf den Tisch legen
- Ein Lieblingslied auswendig lernen
- Einen Rechtschreibfehler auf einem Schild korriegieren (Stichwort Deppenleerzeichen)


...folgt mehr sobald mir mehr einfällt. Das war so das erste Brainstorming.

Bis auf drei Dinge die ich mir noch vorgenommen habe, habe ich persönlich diese Liste schon durch. Und wie sieht's bei euch aus? Wie frei ist euer Kopf noch?

Freitag, 29. Februar 2008

Tadaaaaa~


Gleich zwei neue Sachen zu verkünden.
Erstens:
Internet über Handy /UMTS wird unterschätzt, sogar LotRo läuft einigermaßen flüssig damit.

Zweitens:
Ich muss dringend mehr über Anatomie lernen. Naja. Wie ich drauf komme? Ohne Referenzscreenshot krieg ich sowas nich hin (ja, voll abgemalt und so :P ).
Ich mag ihre Narbe ^.^ ... ah, wem's nich gefällt: Auf's Maul?! :P

Tjaa... was bleibt zu sagen? Ich hab Bauchweh, Kopfweh, Rückenschmerzen, Internet und Eis im Kühlschrank. Alles paletti ^.~y

Tjaaauu... also khazzam, wenn du möchtest, wir haben im Wohnzimmer ne Schlafcouch stehn, wo sogar zwei Leute nebeneinander liegend Platz haben ;) Meld dich wenn du Urlaub hast. *grins*

Montag, 25. Februar 2008

Umzug fert'sch!

Soo~

Umzug die letzten beiden Tage war anstrengend, aber spaßig. Küche steht, nagelneu, sehr schön, Wohnzimmer ist eingerichtet und Schlafzimmer sind alle Möbel drin, Schrank eingeräumt, läuft.

Küche deluxe, da wir beide die 1,70 (und 1,90 :P ) überschreiten, wurden die Möbel angepasst. Die Küchenzeile geht mir fast bis zum Bauchnabel, endlich spülen ohne Kreuzschmerzen...*__* was ein Luxus. Küchentisch hat Barhöhe, sehr angenehm. Naja, seht's euch selbst an wenn ihr eingeladen werdet :P
Bzw. werd wohl die nächsten Tage Fotos machen, mal sehn was läuft.

Internet lässt noch 3-4 Wochen auf sich warten, scheint nicht schneller zu gehen. Hoffen wir das Besten, jetzt da wir beide mit Lord of the rings online angefangen haben ists ultraärgerlich, dass die ersten 30 Tage, die man mit Kauf geschenkt bekommt, wohl ohne Netz sein werden. Hrmpf.

Khazzam, auf welchem Server spielst du? Belegaer? ... Hinterlass mal Name und Sippe :D ... hab den WoW Account nun gekündigt. Wurde Zeit, das Spiel macht keinen Spaß mehr für Rollenspieler meine ich.
Zuul, ich ruf dir noch an die Tage wegen Silkaba etc. Oder du meldest dich, wir werden sehen. Sind ja beides Kommunikationsschlampen. :P


Soo~
Ansonsten bleibt nicht viel zu erzählen. Hoffentlich kriegen wir schnellstmöglich bescheid wann Netz da sein wird. Letzte drei Wochen Semesterferien ohne zocken zu können ist sehrsehr ärgerlich.

Tjau~ Man liest sich. *wink*

Donnerstag, 14. Februar 2008

Muwahaha!

Sooooo~

Zunächst hier die frohe Kunde:
Heute am Morgen haben wir einen Mietvertrag unterschrieben für eine schnuckelige und doch geräumige Wohung mit zwei Balkonen in dem Stadtteil, in dem wir auch jetzt schon unsere Zeit absitzen.
Das heißt, wir werden Umzugshelfen brauchen, am 1. März ist das frühste Einzugsdatum. Ich werd' euch anrufen oder anschreiben, glaubt ja nicht, dass ihr drum herum kommt :P.

Dann freut es mich natürlich auch, dass zu meinem Jesus Camp Eintrag tatsächlich ein Kommentar vorhanden ist/war, auch wenn er vom Autoren gelöscht wurde.
Schön zu wissen, dass es Leute gibt, die das wirklich gelesen haben obwohl es länger als drei Zeilen war. Schade, dass der Kommentar gelöscht wurde, hätte mich interessiert was die Außenwelt für eine Meinung hat. Nunja, zumindest am Rande.
Also, anonymer Kommentarschreiber, solltest du deine Meinung doch noch ändern, pack deinen Senf doch nochmal drunter. Falls nicht, auch in Ordnung. Dein Ding.

So. Die Wohnungssache war einen eigenen Blogeintrag wirklich wert.
Mal sehen wieviele unserer Poster in die Wohnung passen.
Und hey, eine eigene Küche (neue Küchenzeile da keine EBK drin ist :D ), deren Backofen noch nicht missbraucht wurde... herrlich.

Ich freu mich drauf. :)

Freitag, 1. Februar 2008

One nation under ... God?


A generation prophecied.

Prophezeit?


Nach mehrmaligem Ansehen der Reportage hier nun wie angekündigt die kleine Meinungsäußerung, Abhandlund whatever darüber.
Und wie angekündigt, stark christlich Gläubige sollten an exakt -> dieser Stelle <- meinen Blog verlassen für diesen Eintrag, sofern sie nicht bereit sind, sich ernsthaft mit einer Kontra-Christlichen Meinung auseinanderzusetzen. Alle anderen, herzlich willkommen und viel Spaß beim lesen einer Möchtegernerörterung über ein Thema, von dem die meisten meine Einstellung darüber kennen. Lasset die Spiele beginnen. Die Reportage um die es sich handelt, lässt sich hier online ansehen. Knappe 90 Minuten Bilder und unkommentierte Aufnahmen eines Jesus Camps in Cansas, USA.

Beginnen möchte ich mit einigen Ansichten, die diese, ich nenne es einmal "Glaubensrevolution", durchaus an manchen Stellen befürworten. Zunächste die Sache mit dem Islam.

Jeder halbwegs (in meinen Augen vernünftige) Mensch weiß, dass der Westen etwas unternehmen muss/sollte, da diese anrückende oder eher heranwachsenden Glaubensfront aus dem nahen (und nicht so nahen) Osten eine Bedrohung darstellt. Kinder, die schon von klein auf dafür trainiert werden, Waffen zu nutzen für Allah, sich in die Luft zu sprengen für Allah, Handgranaten zu werfen für Allah, Bomben zu bauen für Allah, das alles ist durchaus ein Grund zur Beunruhigung.
Da all dies, die Anschläge, Angriffe jeglicher Art im Namen eines Gottes geschehen, gibt dem Glauben hier und auch weiter fort im Westen genug Anlass, wieder zurück zur Kirche zu gehen, sich zu formieren im Namen des ihren Gottes und eine Art Gegenfront zu bilden.
Wir brauchen uns nichts vormachen, zahlenmäßig sind sie dem Westen WEIT überlegen. Das wäre eine Welle die hereinbräche, alles unter sich begraben würde. Wohin das führen würde, führen könnte, das kann jeder für sich selbst denken.

Was diese ganze Sache mit Allah, den 72(?) Jungfrauen, der Männerregierung, Menschenrechtsunterdrückung und allem anderen auf sich hat, wohin das führt wenn man dort beginnt die Gründe und Ursachen zu ergründen, das ist ein anderes Thema und möchte an dieser Stelle nur erwähnt sein.
Und bevor jetzt jemand still schmunzelt, ich bin ein Feind von Emanzipation wie sie gerade vor sich geht in unseren Landen. Aber zurück zum Thema. Das Jesus Camp.

Es fällt auf, dass in diesen Jesus Camps durchaus nur Kindern gepredigt wird, ihre Eltern sind anwesend, ja. Aber nicht manipulierbar. Es sind "Feriencamps" für Kinder.
Das alleine gibt schon Anlass zum nachdenken. Glaubenscamps für Kinder, deren Meinung und Weltanschauung gerade dabei ist, sich zu entwickeln und die noch in nichts gefestigt sind.
Warum genau nutzt man nur Kinder? Ja, eine gute Frage.

Das Wort Gehirnwäsche werde ich erst an späterer Stelle in diesem Zusammenhang nutzen. Behaltet es hier einmal im Hinterkopf.

Ein weiterer Punkt, der für den Zurückgang zur Kirche, zu einem Glauben, spricht, ist die "neue Jugend". Betrachtet man die zehn Gebote als eine Art "Do-it-yourself" Kursus für besseres und gesellschaftsfähigeres Benehmen (und sind wir ehrlich, mehr sagen diese Gebote nicht aus, bis auf den Punkt mit dem Monoteismus), ist es durchaus _gut_, wenn sich die neuen Generationen wieder danach richten.
Ein kleines Weltverbesserungsprogramm, so kann man es nennen.
Man braucht nur auf die Straßen zu schauen und weiß, dass es zu nichts Gutem führen wird, wenn die Jugend weiter die Wege geht, die sie eingeschlagen hat. Und das sage ich als 21 Jährige.
Ich denke, ich besitze genügend Grips und gute Erziehung, um mir ein Urteil darüber bilden zu dürfen. Braucht man nur daran zu denken, wieviele Jugendliche heutzutage einer alten Dame oder Herren ihren Sitzplatz in der S-Bahn anbieten.
Ja, ihr seht es selbst wenn ihr eure Scheuklappen und rosa Brillen abnehmt.

Diese zwei Punkte sind durchaus wichtig und gewichtig in dieser ganzen Glaubenssache, jedoch die Kehrseiten sind nicht zu verachten.

Sieht man sich die Dokumentation an, werden einem gewisse Schlagwörter auffallen.
Key Generation. Home schooling. Sin. Evolution.

Zur Evolutionstheoriesache. Das ist der Punkt, an dem das ganze Lächerlich wird. Sie vergleichen Wissenschaft mit Glauben. "Or is the evolutiontheory based on a belief?"
Oh my g0sh, nein, ist es nicht.
Runde eins, Evolutionstheorie vs. Gottes Erschaffung
Knochen von Urzeittieren vs. Glaube an Adam und Eva.
Zell- und Stammzellenforschung vs. Glaube an den allmächtigen Lebensschenker
Fortpflanzung und instinktgesteuerte Partnersuche vs. Sex nach der Ehe, Keuschheit
Wissenschaft und Fortbildung vs. Hexenverbrennung und Ablassbriefe
Krieg gegen Fundamentalisten vs. Kreuzzüge.

Bei letzterem sehe ich keinen Unterschied im Inhalt, man nennt es lediglich anders.

Sin.
Die Sünde.
Bete dreimal das Ave Maria und zwei "Vater Unser" um dein Gewissen zu reinigen und deine Schuld loszuwerden. Ein einfaches Zahlungsmittel, erinnert an Ablassbriefe um sich in den Himmel einzukaufen. Ja, diese Beichtsache ist ein Ding der Katholiken, aber Christentum ist Christentum, es macht verflucht nochmal keinen Unterschied.

An dieser Stelle erinnern wir uns kurz an Irland, wo sich Katholiken und Protestanten gegenseitig die Köpfe eingeschlagen haben (wörtlich, ja). Christen töten Christen, darunter Schulkinder, weil es... andere Christen sind.
Wie war das noch gleich mit der Nächstenliebe? Scheint wohl begrenzt zu sein, eine allgültige Regel mit einigen Ausnahmen.
Interessant.

Home schooling.
70% aller heimunterrichteten Kinder der USA sind evangelische Christen. Protestanten. Was genau kommt dabei heraus, wenn Kinder, die christlich zu Hause erzogen wurden, nur eine Art der Weltanschauung kennen lernen, weil sie bildungstechnisch nie eine andere Sichtweise gelehrt bekommen?
Verleugnung von Wissen. Das Ergebnis sind Kinder, die nichts von der Welt um sie herum wissen, wissen wollen.
Eine Scheuklappengeneration.

Wobei wir schon beim letzten Schlagwort angelangt sind.
Key Generation.
Eine Schlüsselgeneration. Der Schlüssel wozu? Eine bessere Welt?
Was genau ist nach christlicher Definition eine bessere Welt? Globaler Monoteismus? Exakt. Und nichts anderes. Wobei der Glaube an sich nicht das einzige ist, worum es sich hier dreht, doch das ist eine andere Sache und wird vielleicht irgendwann einmal hier stehen. Vermutlich jedoch eher nicht.

Stellen wir uns vor, eine ganze Generation die wissenschaftsverleugnend aufwächst. Die sich auf nichts verlässt, als auf die Worte, die andere Menschen, Priester, zu ihnen sprechen im Namen eines Gottes.
Wer genau hat die meiste Kontrolle über diese Menschen? Sie selbst, oder die deren Wort sie hören und befolgen im Auftrag einer höheren Macht?
Wer hat die Kontrolle über die Gedanken und Ansichten, die ihnen in Camps, Heimunterricht und von den Eltern beigebracht werden von klein auf?

Diese Generation wächst heran und wird zwangsläufig irgendwann politische und wirtschaftliche Positionen innehaben. Diese Generation, die dort folgen wird, wird irgendwann die komplette, globalisierte Macht in ihrer Hand haben.
Was folgen wird, sind Glaubenskriege, wie sie heute schon geführt werden. Es werden mehr Beführworter dieses Handelns sein, es werden "Im Namen Gottes" die Kontinente von Ungläubigen gereinigt werden.
Sie sehen sich als "Peacemaker". Exakt als dieses, EXAKT so sahen sich die Kreuzritter im frühen Mittelalter ebenfalls.

Wissenschaftsverleugnend.
Nein, wir, die erhabene Menschheit, können nicht aus Zellhaufen entstanden sein. Ein Phötus ist natürlich auch keine Ansammlung von Zellen, sondern schlichtweg etwa Wunderbares von Gott gegeben.
Peacemaker.
Kreuzzüge um das Wort Gottes in alle Ohren zu bringen. Ob diese Ohren wollen oder nicht, ist ihnen egal. Das spürt man heutzutage schon wenn man von Glaubensgemeinschaften aller Formen und Farben auf der Straße stundenlang belästigt und zugetextet wird. Nicht nur von den Verbreitern des Wachturmes, auch von Mitgliedern der Kirche.

Key generation, a generation prophecied.
Es ist angebracht, Angst zu bekommen.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Creepy Doll oô





Aaah... ein kleiner Zwischenschub. Per Zufall gefunden, ganz davon abgesehen, dass es ein sehr unterhaltsames Videospiel-bei-dem-ich-einen-Account-besitze-Video ist, möchte ich auf das Lied und den Interpreten dieses Ohrenschmauses aufmerksam machen.

Ein Jahr lang jede Woche ein Lied herauszubringen, in diesen grundverschiedenen Klangvarianten ist eine Leistung, die publik gemacht werden sollte in dieser Zeit, da die Bitchmaker-Musicindustry die Fäden des MTV zieht.

Jonathan Coulton heißt der gute Mensch. Durchsucht das Netz nach seinen Liedern, alternativ schaut euch hier:
www.spiffworld.com
ein wenig um. Der Mensch macht Videos zu den Liedern von dem Herrn Coulton.




Blogeintrag und Gedankengang zu der Sache mit dem Jesus Camp kommt noch, ich werde mir den Film noch einmal anschauen und dann meine Meinung kundtun.
An dieser werde ich alle christlich gläubigen Leser in ihrem eigenen Interesse aus meinem Blog bitten.
Der Eintrag wird euch nicht gefallen, ich möchte keine subjektiven Kommentare dazu und werde mich auch nicht rechtfertigen.

Ich weiß, wie gerne ihr missioniert. Aber ich habe trotzdem keinen Bock darauf, lasst es einfach und ärgert euch im Stillen, wenn ihr schon nicht geht.

Soviel dazu.

Sonntag, 27. Januar 2008

Jesus Camp

http://66stage.com/documentaries.php?url=-5249911130864255023&pl=goo


Die ersten acht Minuten und mir war schlecht.
Trotzdem bis zum Ende angeschaut - wo genau liegt der Unterschied dazwischen, und einer so called "Sekte"?

Freitag, 18. Januar 2008

Some days, I get crazy

Mein Kopf ist so voll, ich habe das Gefühl, er würde gleich in tausend Fetzen zerplatzen wie eine Seifenblase. Und in etwa so fühlt sich der Inhalt an. Wie eine Seifenblase.

StudiVZ. Web 2.0. Nein, ich möchte hier keine Abhandlung über die Anwandlungen des Web 2.0 starten, ich möchte auf etwas anderes hinaus.

Heilbronn.
Drei Jahre.
Drei Jahre in denen ich gelernt habe, wie Menschen sind, dass ich anders denke und dass ich alles kann, wenn ich nur den Hintern hochbekomme.

Drei Jahre in denen ich Menschen kennengelernt habe, die meinen Horizont negativ erweitert haben. Und einige Monate, kurz vor dem Ende dieser "Lebensepoche" jemanden kennengelernt habe, der meinen Horizont positiv erweitert hat (falls du das hier jemals lesen solltest: Mäh!).

Manchmal ist mir zum weinen wenn ich an zwei Personen aus dieser Zeit denke. Das wären zum einen Elli. Mit dir habe ich heute noch Kontakt, auch wenn er öfter abreißt, findet man sich doch irgendwie wieder. Ob die Gespräche nun gehaltvoll sind oder nicht, das ist egal. Du glaubst nicht, wie wichtig mir das oft ist.
Zum anderen Sabi. Ob du es bemerkt hast, oder ob du es nicht bemerkt hast. In der kurzen Zeit vor den Abschlussprüfungen hast du mit deiner Weltanschauung ein Fenster für meinen Horizont geöffnet, das bis heute offen steht.
Ich weiß nicht, ob ich jemals die Gelegenheit bekomme, dir dafür zu danken. Kontakte reißen leider zu schnell ab, aber in Vergessenheit geraten werden manche Menschen niemals.
Wird man so unsterblich? Vielleicht.


Wie ich auf diese drei Jahre gedanklich kam... StudiVZ. Und somit wären wir wieder am Anfang. Eine Freundschaftseinladung. Dann eine zweite. Man klickt sich so durch, sieht, dass die anderen der alten Klasse irgendwie den Kontakt gehalten haben. Ich selbst ging. Und ich war froh darüber, die meisten dieser Gesichter nie wieder zu sehen.
Das kann man von zwei Seiten nun sehen.
Die Seite, die mir logischer erscheint und mir besser gefällt, ist, dass eben diese Leute noch immer auf der Stelle treten. Selber Wohnort bei den Meisten, viele davon im selben Beruf geblieben (Mediengestaltung, GrafikDesign, whatever). Viele sind, denke ich, auch in der Gruppe der nicht-Studenten des StudiVZs. Nunja, man wird es nie herausfinden. Ich zumindest nicht.
Ich will es gar nicht.
Glaube ich.

Ich hasse es, an diese drei Jahre erinnert zu werden. Ich vermisse sie manchmal, es war so einfach. Ich glaube, sie haben manchmal sogar Spaß gemacht.
Wenn ich an diese Jahre denke, dann fallen mir zuerst die Streitigkeiten ein. Menschen, die ich heute noch nicht leiden kann, Dinge, über die kein Gras wächst.
Mir fallen Dozenten ein, die mir Sichtweisen gezeigt haben, die mir geholfen haben, die mich gehasst haben.
Mir fallen Menschen ein, die mich enttäuscht haben und Menschen, die mich nicht haben wollten.

Es sind keine Vorwürfe, es sind Feststellungen.

Das alles sind Gedanken, die mir mit jedem Bild, das mir vor den Augen erscheint, immer wieder dasselbe entgegenbrüllen. Anders. Bin ich das? Will ich das sein?

Was wird nach dem Studium? Hält man den Kontakt zu Leuten, die man mag? Es wird jeden in andere Winde zerstreuen. Hält man den Kontakt zu Leuten, auf die man sich verlässt? Alle werden fort sein.
Wieder ein Kaltstart. Von einhundert auf null. Es wird keine Woche dauern, bis die ersten Zeichen von Vergessenheit sich zeigen.

Wozu sich dann hier Freunde suchen...?

Man tut es. Doch weshalb? Ist das ein Zeichen von Schwäche? Kommt man nicht alleine klar?

Oh, ich hasse es.
Jetzt, gerade, in diesem Augenblick in dem ich das schreibe, würde ich am liebsten in einem Starbucks sitzen, mit drei anderen normalen Mädels um mich herum, und mich über die neusten Beziehungskisten unterhalten.

Sobald meine Gedanken sich wieder beruhigt haben, werde ich diese Vorstellung abstoßend finden.

Was ist nun mein wahrer Gedanke?

Montag, 14. Januar 2008

Muha

Ah, wusstet ihr eigentlich, dass Googlemail eure Emails mitliest? Nein? Jetzt wisst ihr's.
Bloggerkonto ahoy, man konnte sich damals nur mit einem gmail.com Konto anmelden.

Ja, damals als man noch eingeladen werden musste von Freunden um sich bei google.com ein Emailkonto zu erstellen.
Das war ein Privileg, etwas... cooles.

Ich nutze meines nicht mehr.

Ich war schockiert, als ich von meinem Blog hier zu google gesurft bin und dort plötzlich eingeloggt war. iGoogle. Die personalisierte Startseite. War nett, da standen die News von 4Players.de. Nur wann hatte ich das so eingerichtet? ...

Be afraid.

Nebenbei zu solch früher Morgenstunde jemanden enttarnt (der sich nicht einmal getarnt hat). Hätte nie gedacht, dass eine Signatur jemanden verraten kann.
An dieser Stelle einen Gruß an Akuji. (^.^)/) *wave*

Freitag, 11. Januar 2008

PixelArts


Kleine Spielereien die sich ergeben wenn man anfängt, sich nicht nur für das Bitschubsen, sondern auch für das Pixelschubsen interessiert. Isometrie fand ich in der Schule schon toll.
Noch ist es nur Spielerei, mal sehen wie es sich entwickelt.

Dieses Pixel-Einzeln-Zeichnen-Und-Colorieren ist entspannender als diese Mandalakrakelei.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Infected with where I live

It doesn’t hurt to take a hard look at yourself from time to time,
and this should help get you started. During a visit to the mental asylum,
a visitor asked the Director what the criterion was which define
whether or not a patient should be institutionalized.

Well,” said the Director,
we fill up a bathtub, then we offer a teaspoon, a teacup and a
bucket to the patient and ask him or her to empty the bathtub.”

Oh, I understand,” said the visitor.
A normal person would use the bucket because
it’s bigger than the spoon or the teacup.

No.” said the Director,
A normal person would pull the plug. Do you want a bed near the window?



Heute wieder sehr seltsame Erfahrungen gemacht was zwischenmenschliche Kommunikation und Nichtkommunikation angeht.

Folgendes:

Meine physische Hülle steht an der S-Bahnhaltestelle und wartet auf die Tram, die den Weg nach Hause zu einem gemütlichen 10 minütigen Sitzmarathon macht. Der Tag hatte mit Kopfschmerzen begonnen, mein Kopf war froh, dass er bald nichts mehr um sich herum haben würde.
Bis meine Gedanken registrierten, dass die lärmende Horde 14-Jähriger, die auf derselben Haltestellenseite standen wohl auch auf dieselbe Tram warteten, die mein Kopf so ersehnte.
Noch waren meine Gedanken bei dem leckeren Coffee to go der örtlichen Hochschulmensa.

Kalte Milch. Wenn ich schon einen Coffee to go hole, möchte ich mir auch die Zunge daran verbrennen können, vorallem wenn auf dem Deckel noch "Hot" eingestanzt steht.
Keine Verbrennung, aber die Milch-Kaffeemischung (ja, Latte Macchiato rockt einfach) war gut. Hatte sie mir das Schokopulver, das mir angeboten wurde und sonst nur auf Cappuchino kommt meines Wissens nach, extra abgerechnet? Meine Gedanken schweiften ab. Auf dem Preisaushang stand deutlich 1,80€, abgezogen von meiner multifunktionalen Campus Card wurden jedoch 1,90@. Zehn Cent für ein bisschen Schokopulver auf dem falschen Kaffeegetränk.
Seltsame Welt.

Zumal die Mensa die Öffnungszeiten gekürzt hat, morgens nicht mehr aufhat, bei der Essensausgabe die Kaffeemaschinen abgebaut wurden (wo sind die eigentlich hin? Ich würde eine nehmen für zu hause) und es keine Bargeldkasse mehr gibt.
Seltsame Welt.

Die Tram erreichte quietschend die Haltestelle und riss mich mit der Geräuschlage einer Katze die man mit einer Schiefertafel vergewaltigt aus den Gedanken. Mein leerer Kaffeebecher flog in den kleinen Abfallbehälter gleich hinter der Türe der Bahn.
Die lärmende Menge hinter mir.

Nach links abbiegen, niemanden ansehen, hinsetzen und hoffen, dass die abschreckende Wirkung meins Outfits auch hier seine Früchte trägt. Gedacht, getan.

Die drei Teenager (Tee-Nager) ließen sich nicht beirren, setzten sich mir gegenüber, die dritte auf diese seltsame Ablagefläche, unter der sich wohl ein Motor oder Ähnliches verbirgt, obwohl Sitzplätze in nächster Nähe frei gewesen wären.
Nicht zu vergessen die mindestens zwölf bis fünfzehn balzbereiter männlicher Homo Sapiens in selbem Alter, die die zwei Vierersitzplätze sowie den Gang für sich und ihre umwerfende Männlichkeit (und ihre Cheeseburger) beanspruchten.

Da saß mein gequälter Geist nun, inmitten einer Horde pubertierender MacDonalds Fans.
Die Gesprächsthemen: iPod, MacDonalds vs. Burger King, die neusten Handyspielereien (keine Klingeltöne, ich war erstaunt) und eine Menge anderer Kram, den ich ignorierte so gut ich konnte.

Einer der Gesprächsfetzen, die ich auffing, lautete wie folgt (Wortlaut zu 95% gleich):
Pimkimädel 1: "Warum hast dir net au eins geholt?"
Halbes-Pimkimädel 2: "Weil ich kein Geld (dabei?) hab."
Pimkimädel 1: "Ja und, ich doch au net?! Ich habs mir au von allen zusammengeschnorrt."

Ich war entsetzt. Sich Geld leihen wenn die Campus Card unerwarteter Weise leer ist, oder man überraschend wohin geht ist die eine Sache, jedoch Schnorren bedeutet betteln. Betteln bedeutet, Geld nehmen ohne es zurückzugeben. Ist das die neue Mode?

Um diesen Gedankengang abzuwürgen beschloss ich, mich für die restlichen sieben Minuten dieser Höllenfahrt in das Script von Technischer Informatik 2 zu vertiefen, in der Hoffnung, dass etwas hängen bliebe. Kaum hatte ich den Ordner aufgeschlagen, war kurz Stille um mich herum. Kann sein, dass ich mir das eingebildet habe, das möchte ich nicht ausschließen.

Die nächsten Gesprächsfetzen die ich auffing:
Pimkimädel 2: "Noch ein Jahr, dann kann ich bei Lidl arbeiten!"
Pimkimädel 1 an Halbes-Pimkimädel: "Ey, machsch du Abi?"
>>Das Gespräch verlief in Floskeln über Realschule, Abiturmöglichkeiten, wiederholten Klassen und der Wechsel zwischen Haupt- und Realschule<<

Der Gesprächsthemenwechsel war für mich etwas überraschend. Das Halb-Pimkimädel sah ab und an mit auf die ausgedruckten Folien des Professors betreffenden Faches, auf denen nicht mehr als Schaltbilder und Flip Flops sowie Chips und andere Bauteile schemaartig zu sehen waren (und die selbst ich unwahrscheinlich langweilig finde).
Ich sah mich um und bemerkte hier und dort ein Blick der Balztanzenden, der den meinen traf.

Und obwohl sie in der Überzahl waren, obwohl ich so aussah wie immer und weder meine Frisur noch meine Kleidung richtig saß, niemand sprach mich an oder ließ seine dämlichen Kommentare über mein Aussehen ab. Kein "Sataaan!" oder "Fett" in irgendeiner Variation zu hören.

Der Gesprächsthemenwechsel und die Ruhe, die ich als eine verwandte Art eines Bruders des Respekts betracht, brachten mich wieder zurück auf eine Tatsache, die mir noch nie so klar und deutlich bewusst war:

Wissen ist Macht.


In diesem Sinne, viel Erfolg bei den folgenden Klausuren.
Und drückt mir einen Daumen falls ihr die Zeit findet.

Montag, 7. Januar 2008

Still smiling

Nach all den Jahren stelle ich mir oft immer und immer wieder, immer noch, dieselbe Frage...

Was ist schlimmer?
Jemanden an den Tod zu verlieren der für das Selbst da war...
Oder
Jemanden an den eigenen Gedankentod zu verlieren von dem man weiß, seine physische Hülle lebt noch und interessiert sich nicht für einen, obwohl sie, diese Hülle, das tun sollte?

Still smiling.
I say: Fuck you.
I say: Nevermind.
I think: I don't know. Should I care? I should'nt. Why do I care? I don't. Dont' I?

La la la la lie lie lie la la la...



www.dragonstudios.de

Ab den Semesterferien endlich etwas zu tun in Sachen Kreativität. Logo machen. Wenn's gefällt... ich hoffe auf Flyer und Sonstiges. Ich tu das gerne.
Als Drachenliebhaber... und Grafikdesigner... was kann mir besseres passieren, als für "Dragonstudios" ein Logo machen zu dürfen? Und der/die Inhaber mögen Drachen.
Ich sehe das als Zufallstreffer. Oder?

Nachdem meine externe Festplatte abgeraucht ist, auf der sich knapp 300mb Skizzen und Bilder aus meiner Hand befanden, beschleicht mich das Gefühl, Ideen verloren zu haben.
Gedanken. Gelogen. Aber irgendwie ... fühlt es sich so an.
Ich bin nicht gut. Wenn ich auf AnimexX oder Deviantart herumsurfe, bekomme ich Depressionen. Nein, nicht ernsthaft. Gelogen.

La la la la la lie lie lie lie la la la la lie la lie la~

My brain feels like... some sort of ... fucked up.
And no, you don't understand or ever felt this.
Ever felt split up into two persons? Aaw... *pat pat*


~She smiles and formes voiceless a word with her lips: F...~

Don't say...



Don't cry.
Don't be upset.
Just smile and say: Fuck you.

I didn't cry.
I wasn't upset.
I smiled and said: Fuck you.

Don't show.
Don't look.
Just smile and say: Fuck you.

I didn't show.
I didn't look.
I smiled and said: Fuck you.

Don't think.
Don't know.
Just smile and say: Fuck you.

I didn't think.
I didn't know.
I smiled and said: Fuck you.

Don't watch.
Don't look away.
Just smile and say: Fuck you.

I didn't watch.
I didn't look away.
I smiled and said: Fuck you.

Don't blame.
Don't take the shame.
Just smile and say: Fuck you.

I didn't blame you.
I didn't take any shame.
I smiled and said: Fuck you.

Don't build.
Don't destroy.
Just smile and say: Fuck you.

I didn't build.
I didn't destroy.
I smiled and said: Fuck you.

h3ll0 w0rld.

Mittwoch, 2. Januar 2008

20 Schritte Freiheit - Der erste Schritt





Folgende Geschichte stammt nicht aus meiner Hand, das sogenannte Copyright sowie sämtliche anderen Rechte liegen bei Samsas Traum. Einer Band, die ich jedem der Geschichten mag, empfehlen möchte. Sofern Sinn für Groteskes besteht.


Zwanzig Schritte Freiheit - Teil eins

Die surrenden Neonlampen erloschen und ließen uns mit uns selbst und der Dämmerung alleine. Durch die sich hoch unter der Decke befindenden, vergitterten und mit Fliegendreck verschmutzen Fenster konnte man sehen, wie der Himmel strahlte. Vermutlich befand sich die Anstalt unweit von einer Großstadt entfernt, deren Lichter nachts die Atmosphäre aufhellten, und dadurch die über uns hinweg ziehenden Wolken in ein gespenstisch loderndes Flammenmeer verwandelten. Je nach Wetterlage schien das Licht manchmal orange, manchmal rot, oder auch bläulich auf uns herab. Farbliche Veränderungen des Firmaments waren die einzige Abwechslung, die uns der Blick aus dem Fenster bot.
In besonders kalten Nächten wirkte der Himmel wie von Pech durchdrängt. Dann sahen die funkelnden Sterne, deren Leuchten von den trüben Scheiben vor unseren Augen abgebremst wurde, wie Nadelstiche in einem schwarzen Tuch aus, und wir ahnten, dass bald wieder etwas Schlimmes passieren würde.

In der Zelle neben mir begann Lazarus seinen allabendlichen Monolog. „Wisst ihr was ich heute im Radio gehört habe? Ihr habt es doch auch alle gehört, oder?“, posaunte er erbost in die Stille hinaus und warf sich dabei wütend gegen die Gitterstäbe. Der dadurch entstehende Lärm hallte tausendfach von den nackten Wänden der Halle wieder. „Dieses lächerliche Philosophenpack hat in einer Sondersendung darüber debattiert, wie der Begriff „Menschenwürde“ eigentlich zu definieren sei“. Die Wut, die das Wort „Menschenwürde“ in ihm auflodern lies, war nicht zu überhören. Er wuchtete seinen Körper gegen die Zellenwände und stieß einen monströsen Schrei nach dem anderen aus. Unter meinen Füßen bebte der Boden. Lazarus war viel größer und kräftiger als die meisten Insassen; seine Ausbrüche verängstigten uns, und niemand wagte es, ihm zu widersprechen oder seinen Zorn auf sich zu ziehen. Die Wärter traten ihm nach einigen gewaltsamen Zwischenfällen nur noch mit Schlagstöcken bewaffnet gegenüber.


Wir hörten ihm schweigend zu. „Einer dieser Kerle hat mit einer Überheblichkeit, bei der mir schlecht geworden ist, behauptet, dass es den Menschen hauptsächlich auszeichnet, sich über Jahrhunderte hinweg seine Würde und Rechte durch blutige Schlachten erkämpft zu haben, und dass ihn dieser Kampf evolutionär von zum Beispiel den Affen unterscheidet. So etwas wie Affenwürde gäbe es wahrscheinlich nicht, hat der Herr Philosoph gesagt. Das muss man sich einmal vorstellen, Affenwürde! Wer kann eigentlich beweisen, dass sich die Bienen vor zweihundert Jahren in einem schrecklichen Krieg nicht auch ihre Würde und Rechte erkämpft hätten? Puschkin, was meinst du?“. Die aufgeworfene Frage war für mich von rhetorischer Natur, deshalb gab ich keine Antwort. „Als ob die Menschheit nicht schon verrückt genug wäre“, murmelte Lazarus in sich hinein, bevor ihn wieder die Wut packte. Er nahm Anlauf und sprang ein weiteres Mal gegen die Gitter seiner Zelle. „Wieso sperrt man mich ein?! Wenn man sich seine Würde erst erkämpfen muss, dann erkämpf ich sie mir eben!“, brüllte er verzweifelt. Es war Nacht für Nacht das selbe schmerzliche Aufbegehren, das nach gut einer Stunde mit dem entkräfteten Zusammenbruch meines Zellennachbarn endete.

Ich kann mich nicht daran erinnern, die Anstalt jemals von außen gesehen zu haben. Hier gab es keine Wochentage, keine Monate, und keine Jahreszeiten. Den Ablauf unseres Lebens bestimmten das elektrische Licht und die Aufseher, die wie ferngesteuerte Maschinen durch die Gänge schlichen, die Mahlzeiten brachten, und manchmal wahrlos ihre Aggressionen an uns ausließen. Viele von uns begriffen wahrscheinlich nicht einmal, dass sie überhaupt ein Leben in Gefangenschaft fristeten, da sie nichts anderes kannten. Meine Mutter, die noch in der alten Welt geboren, dann aber hierher gebracht worden war, hat mir vor ihrem Tod Geschichten über ein Leben jenseits der uns umgebenden Gefängnismauern erzählt. Anfangs soll sie sehr schön gewesen sein; irgendwann habe man aber so viele Unterschiede zwischen arm und reich, dick und dünn, groß und klein gemacht, dass alles schwache und vermeintlich hässliche einfach nicht mehr zu rechtfertigen gewesen wäre. Man hat deshalb damit beginnen müssen, man hat deshalb damit begonnen, es zu verfolgen, es einzusperren, und umzubringen. „Das Beste, was dir heutzutage noch passieren kann, ist, dass du als Baum geboren wirst, und an einem Ort wächst, wo dich außer den Vögeln niemand finden kann“, hat meine Mutter immer wieder gesagt. Durch die Erzählungen der älteren Insassen, hatte sich mit der Zeit die mehr von einem von den einen als von den anderen als Paradies glorifizierten, von den anderen als Hölle verdammten Ort verbreitet, mit dem jeder von uns in der Zukunft einmal konfrontiert werden würde. Legenden berichteten von Soldaten und Freiheitskämpfern, die eines Tages alle Schranken überwinden und uns retten würden. Es war von freien Menschen auf der anderen Seite der Mauern die Rede, die mutig genug waren, ihr Leben für all die zu Unrecht eingesperrten Gefangenen der Welt aufs Spiel zu setzen.