Donnerstag, 3. Mai 2007

Le freak, c'est chique!

Ich bin immernoch der festen Meinung, kurz vor meiner Geburt gab es einen großen Fehler in der Matrix, ein Vorzeichenbit wurde versehentlich verdreht und ich kam plötzlich als Mädchen auf diese Welt.
Erst nachdem ich meinen Zwilling gekillt hatte, versteht sich.

Irgendwie gibt es viele Dinge, über die man schreiben kann, doch sobald man vor einem blinkenden Cursor, vor einem leeren Blatt oder einer leeren Fläche sitzt, scheinen die Gedanken ebenso leer und beinahe aufgeräumt wie die Fläche, auf die man starrt.
Wenn es nur so wäre.
Stattdessen drehen die Gedanken im Kopf ihre Runden, hinterlassen Spuren an Erinnerungen, die man längst vergessen oder verdrängt hatte.

Es gibt tatsächlich Dinge, die man gerne vergisst.

Der gestrige Tag hinterließ eine kleine Spur an einer Erinnerung, der Einnerung an einen Zustand, eine Tatsache, mit der ich schon seit langem zu kämpfen habe.
Insgesamt zwei Dinge. Nein, sogar drei.

Zum ersten:

Warum kann man nicht einfach nach Wortlaut ernst genommen werden?
Ich weiß, weshalb mich viele Menschen nicht erstn nehmen. Ich bin zu humorvoll ab und an, bringe Dinge, die ich durchaus ernst meine, zu fröhlich über den Gesprächstisch. Doch ändert sich dadurch der Wortlaut? Nein, sicher nicht.
Menschen sind oberflächlich, hören nur das Gesagte, die Tonwelle, achten nicht auf den Sinn dahinter. Vermutlich aus Faulheit oder Bequemlichkeit.
Ein Komillitone meinte gestern ebenfalls, er würde nicht ernst genommen werden von anderen Menschen.
Ich weiß weshalb, doch ich nehme ihn dennoch ernst. Wenn man von der Intonation absieht, ist der Wortlaut oft hart, kritisch und vorallem: nie leer.

Warum kann man nicht einfach ernst genommen werden?
Wenn ich auf etwas neues stoße, das ich nicht verstehe, versuche ich es dann nicht, weil ich nicht will, weil es mir nicht auffällt, oder weil ich einfach keine Lust habe?
Es wird mir immer ein Rätsel bleiben.

Ich HASSE es, nicht ernst genommen zu werden.
Ich bin mir sicher, wäre das Vorzeichenbit anders gedreht, ich wäre männlich, hätte ich dieses Problem nicht so stark in meinem Leben vertreten.

Lachen sie jetzt nicht und wagen sie es nicht, auch nur zu schmunzeln.
Sie wissen, ich habe Recht mit dieser Aussage.


Das zweite werde ich zu späterem Zeitpunkt weiter ausführen.
Niemand braucht unloyale Menschen. Niemand.

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