Infected with where I live
It doesn’t hurt to take a hard look at yourself from time to time,
and this should help get you started. During a visit to the mental asylum,
a visitor asked the Director what the criterion was which define
whether or not a patient should be institutionalized.
“Well,” said the Director,
“we fill up a bathtub, then we offer a teaspoon, a teacup and a
bucket to the patient and ask him or her to empty the bathtub.”
“Oh, I understand,” said the visitor.
“A normal person would use the bucket because
it’s bigger than the spoon or the teacup.”
“No.” said the Director,
“A normal person would pull the plug. Do you want a bed near the window?”
Heute wieder sehr seltsame Erfahrungen gemacht was zwischenmenschliche Kommunikation und Nichtkommunikation angeht.
Folgendes:
Meine physische Hülle steht an der S-Bahnhaltestelle und wartet auf die Tram, die den Weg nach Hause zu einem gemütlichen 10 minütigen Sitzmarathon macht. Der Tag hatte mit Kopfschmerzen begonnen, mein Kopf war froh, dass er bald nichts mehr um sich herum haben würde.
Bis meine Gedanken registrierten, dass die lärmende Horde 14-Jähriger, die auf derselben Haltestellenseite standen wohl auch auf dieselbe Tram warteten, die mein Kopf so ersehnte.
Noch waren meine Gedanken bei dem leckeren Coffee to go der örtlichen Hochschulmensa.
Kalte Milch. Wenn ich schon einen Coffee to go hole, möchte ich mir auch die Zunge daran verbrennen können, vorallem wenn auf dem Deckel noch "Hot" eingestanzt steht.
Keine Verbrennung, aber die Milch-Kaffeemischung (ja, Latte Macchiato rockt einfach) war gut. Hatte sie mir das Schokopulver, das mir angeboten wurde und sonst nur auf Cappuchino kommt meines Wissens nach, extra abgerechnet? Meine Gedanken schweiften ab. Auf dem Preisaushang stand deutlich 1,80€, abgezogen von meiner multifunktionalen Campus Card wurden jedoch 1,90@. Zehn Cent für ein bisschen Schokopulver auf dem falschen Kaffeegetränk.
Seltsame Welt.
Zumal die Mensa die Öffnungszeiten gekürzt hat, morgens nicht mehr aufhat, bei der Essensausgabe die Kaffeemaschinen abgebaut wurden (wo sind die eigentlich hin? Ich würde eine nehmen für zu hause) und es keine Bargeldkasse mehr gibt.
Seltsame Welt.
Die Tram erreichte quietschend die Haltestelle und riss mich mit der Geräuschlage einer Katze die man mit einer Schiefertafel vergewaltigt aus den Gedanken. Mein leerer Kaffeebecher flog in den kleinen Abfallbehälter gleich hinter der Türe der Bahn.
Die lärmende Menge hinter mir.
Nach links abbiegen, niemanden ansehen, hinsetzen und hoffen, dass die abschreckende Wirkung meins Outfits auch hier seine Früchte trägt. Gedacht, getan.
Die drei Teenager (Tee-Nager) ließen sich nicht beirren, setzten sich mir gegenüber, die dritte auf diese seltsame Ablagefläche, unter der sich wohl ein Motor oder Ähnliches verbirgt, obwohl Sitzplätze in nächster Nähe frei gewesen wären.
Nicht zu vergessen die mindestens zwölf bis fünfzehn balzbereiter männlicher Homo Sapiens in selbem Alter, die die zwei Vierersitzplätze sowie den Gang für sich und ihre umwerfende Männlichkeit (und ihre Cheeseburger) beanspruchten.
Da saß mein gequälter Geist nun, inmitten einer Horde pubertierender MacDonalds Fans.
Die Gesprächsthemen: iPod, MacDonalds vs. Burger King, die neusten Handyspielereien (keine Klingeltöne, ich war erstaunt) und eine Menge anderer Kram, den ich ignorierte so gut ich konnte.
Einer der Gesprächsfetzen, die ich auffing, lautete wie folgt (Wortlaut zu 95% gleich):
Pimkimädel 1: "Warum hast dir net au eins geholt?"
Halbes-Pimkimädel 2: "Weil ich kein Geld (dabei?) hab."
Pimkimädel 1: "Ja und, ich doch au net?! Ich habs mir au von allen zusammengeschnorrt."
Ich war entsetzt. Sich Geld leihen wenn die Campus Card unerwarteter Weise leer ist, oder man überraschend wohin geht ist die eine Sache, jedoch Schnorren bedeutet betteln. Betteln bedeutet, Geld nehmen ohne es zurückzugeben. Ist das die neue Mode?
Um diesen Gedankengang abzuwürgen beschloss ich, mich für die restlichen sieben Minuten dieser Höllenfahrt in das Script von Technischer Informatik 2 zu vertiefen, in der Hoffnung, dass etwas hängen bliebe. Kaum hatte ich den Ordner aufgeschlagen, war kurz Stille um mich herum. Kann sein, dass ich mir das eingebildet habe, das möchte ich nicht ausschließen.
Die nächsten Gesprächsfetzen die ich auffing:
Pimkimädel 2: "Noch ein Jahr, dann kann ich bei Lidl arbeiten!"
Pimkimädel 1 an Halbes-Pimkimädel: "Ey, machsch du Abi?"
>>Das Gespräch verlief in Floskeln über Realschule, Abiturmöglichkeiten, wiederholten Klassen und der Wechsel zwischen Haupt- und Realschule<<
Der Gesprächsthemenwechsel war für mich etwas überraschend. Das Halb-Pimkimädel sah ab und an mit auf die ausgedruckten Folien des Professors betreffenden Faches, auf denen nicht mehr als Schaltbilder und Flip Flops sowie Chips und andere Bauteile schemaartig zu sehen waren (und die selbst ich unwahrscheinlich langweilig finde).
Ich sah mich um und bemerkte hier und dort ein Blick der Balztanzenden, der den meinen traf.
Und obwohl sie in der Überzahl waren, obwohl ich so aussah wie immer und weder meine Frisur noch meine Kleidung richtig saß, niemand sprach mich an oder ließ seine dämlichen Kommentare über mein Aussehen ab. Kein "Sataaan!" oder "Fett" in irgendeiner Variation zu hören.
Der Gesprächsthemenwechsel und die Ruhe, die ich als eine verwandte Art eines Bruders des Respekts betracht, brachten mich wieder zurück auf eine Tatsache, die mir noch nie so klar und deutlich bewusst war:
Wissen ist Macht.
In diesem Sinne, viel Erfolg bei den folgenden Klausuren.
Und drückt mir einen Daumen falls ihr die Zeit findet.
1 Kommentar:
loool...die typischen pupertierenden mädels. die haben ja auch nichts anderes im kopf ey...klamotten, geld, handy, ipod blablubb.
ey voll krass, wenn du kein ipod hast, bisste voll OUT MAN!
wenn meine cousine genauso wird, dann kann die sich drauf gefasst machen, dass ich NIE mehr mit ihr reden werde...solche tussen sollen sich fern von mir halten. OMG.
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